Konferenz „Kultur in der EU-Regionalpolitik“

Eu Kultur KonferenzAm 26. Oktober fand der vierte Workshop in einer Reihe von fünf Workshops zum Thema „EU-Kulturpolitik“ statt. Die Veranstaltung behandelte Themen wie die Bedeutung von Kunst und Kultur für die regionale Entwicklung durch verschiedene Präsentationen von Experten aus ganz Europa, die sich intensiv mit diesem Thema befasst haben; wie diese Formen Inspiration, aber auch Beschäftigungsmöglichkeiten über Grenzen hinweg bieten, wenn es um künstlerische Industrien wie Musik- oder Filmproduktion geht, die zunehmend globalisiert werden, weil die Amerikaner wollen, dass Produkte dort hergestellt werden, wo ihr Geld hingeht – vor allem heutzutage, wo so viele Streaming-Dienste sofort zur Verfügung stehen, anstatt zwei Wochen zu warten.

Praxis und Perspektiven

Die Konferenz wurde mit einer Rede von Kathrin Kneissel, Leiterin der Abteilung für EU-Kulturpolitik im BMUKK, eröffnet. Sie erläuterte, was im Rahmen vonCreative Europe 2014 – 2020 diskutiert wird und warum dieses Thema für uns alle als Kulturschaffende in Europa so wichtig ist! Danach sprach Xenia Kopf über ihre Forschung darüber, wie die regionale Entwicklung durch Kreativität angekurbelt werden kann – „The Creative Engine“. Danach präsentierte Anja Lungstraß OLED eine informative Studie, die im Auftrag des Österreichischen Instituts von Katherine Neisser erstellt wurde.

Zusammenfassung der Studie

Die Autoren dieser Forschungsstudie machten deutlich, dass es durch die Nachverfolgung des Prozesses der Mittelvergabe für Kunst- und Kulturprojekte in den verschiedenen Regionen Österreichs (Kuratorium) möglich ist, dass diese Programme stark von den regionalen Ressourcen der Europäischen Union profitieren. Alle Präsentationen zeigten auf, wie verschiedene Arten oder Ebenen von Künstlern/Kulturschaffenden ihr gewähltes Fachgebiet unter bestimmten Bedingungen erfolgreich anwenden können, insbesondere im Hinblick auf Aktskulpturen, die in Museen ausgestellt werden, sowie auf Genehmigungsanforderungen bei der Beantragung bestimmter Zuschüsse usw.
Die Fragen, die während unserer Plenarsitzung gestellt wurden, spiegelten nur einige Aspekte rund um die 25 bestehenden Stipendienprogramme wider, die in Europas größter Volkswirtschaft zur Verfügung stehen.

Fortschritt trotz ökonomischer Zielsetzung

Die EU hat eine lange Tradition in der Förderung von Kunst und Kultur mit verschiedenen Programmen. Diese praktischen Beispiele haben gezeigt, dass es trotz wirtschaftlicher Ziele möglich ist, Kunstprojekte in Ihrer Region durch regionale Fördermaßnahmen zu unterstützen
Diese Perspektive muss nicht nur intern, sondern auch extern kommuniziert werden, indem man an Ausschüssen teilnimmt oder aktiv die Diskussion darüber sucht, wie wir als Einzelpersonen (öffentliche Verwaltung/privater Sektor) am besten für diese Sache zusammenarbeiten können. Die Betonung lag auf dem vernetzten Denken, zu dem es gehört, Kompetenzen zu bündeln, damit man in der Lage ist, sektorübergreifend Ergebnisse zu erzielen.
Es ist äußerst wichtig, dass die kulturellen Akteure an der Gestaltung und Umsetzung der regionalen Programme beteiligt werden. Dies kann nur geschehen, wenn wir uns darüber im Klaren sind, was „Kunst“ bedeutet, und zwar sowohl professionell als auch durch Amateure oder ehrenamtliche Künstler geschaffene Werke. Diese Frage wurde während der Verhandlungen ausführlich erörtert, aber es scheint immer noch Verwirrung darüber zu herrschen, wie sie speziell in Europa selbst angewendet werden sollte.