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Best Practice Projekte

Keramiksymposium

Sparte: Bildende Kunst
Organistor: Verein zur Förderung europäischer Keramikkünstler (Oberösterreich)
Mitorganistoren: Danmarks Keramikmuseum (DK)
Zweckverband Deutsches Porzellanmuseum (D)
Dauer: 24.08.2003 - 24.08.2004
EU-Zuschuss: 51.350 Euro
Aus Anlass ihres 100–jährigen Firmenjubiläums im Jahr 2003 nahm die Gmundner Keramik Manufaktur auf Initiative ihres Eigentümers und Kunstliebhabers Johannes Graf von Moy die alte Tradition der Keramiksymposien wieder auf. Ziel des Projektes war es, einen Bogen von der traditionellen zur zeitgenössischen Keramikkunst zu spannen, die Entwicklung der zeitgenössischen Keramikkunst zu fördern und jungen KünstlerInnen die Möglichkeit zum Austausch und zur Zusammenarbeit mit arrivierten KünstlerInnen und ExpertInnen zu geben.

Nach der Ankündigung des Symposiums in ausgewählten europäischen Keramikzeitschriften wurden aus den Bewerbungen zwölf KeramikkünstlerInnen ausgewählt. Auswahlkriterium war neben dem künstlerischen Ausdruck die Repräsentation einer Vielfalt von künstlerischen Stilen. Von 24. August bis 27. September 2003 bekamen die ausgewählten zwölf KünstlerInnen die Möglichkeit, in einem Atelier der Gmundner Keramik Manufaktur zu arbeiten. In Anlehnung an das traditionelle berühmte Dekor der Gmundner Keramik „Grüngeflammt“ lautete das Arbeitsthema „100 Jahre Grün“. Sowohl in der Wahl der Werkmaterialien (Ton, Steingut oder Porzellan) als auch in der Wahl der gestalterischen Möglichkeiten (Gefäß, Skulptur oder Monument) wurde den KünstlerInnen freie Hand gelassen.

Unter Einbeziehung verschiedener Museen und Medien gelang es, eine Kommunikationsplattform zu schaffen, um die zeitgenössische Keramikkunst einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Objekte wurden im Anschluss an das Symposium in Gmunden in Zusammenarbeit mit den Mitorganisatoren in drei europäischen Museen gezeigt: im Porzellanmuseum in Selb, Plössberg in Deutschland und im Keramikmuseum Grimmerhus in Middelfart in Dänemark.

Im Gründungsstadium trug die finanzielle Unterstützung der EU wesentlich zur Vernetzung mit den europäischen Projektpartnern bei, was eines der deklarierten Programmziele von KULTUR 2000 ist. In den Jahren 2003 und 2004 wurde dieses Projekt erfolgreich vom „Verein zur Förderung Europäischer Keramikkünstler“ unter der Schirmherrschaft der Gmundner Keramik durchgeführt. Mit dem Ziel, Gmunden mit seiner mehr als 300-jährigen Keramiktradition als europäisches Zentrum für zeitgenössische Keramikkunst zu etablieren, findet das Symposium ab 2006 im Zweijahresrhythmus unter der Federführung der Stadt Gmunden in der KUNST. WERKSTATT der Gmundner Keramik statt.


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Projektbilder

Foto Ralph Fischbacher