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Best Practice Projekte

Wonderland

Architectural Network
Sparte: Interdisziplinäre Projekte
Organistor: Wonderland – Plattform für Architektur (Klagenfurt, Wien)
Mitorganistoren: archibus – Verein zur Architekturvermittlung, c/o Peanutz Architekten (D)
Young European Architects – YEA (NL)
fabrica s.r.o. (SK)
Dauer: 01.12.2004 - 30.08.2006
EU-Zuschuss: 133.400 Euro
Die Architektur-Wanderausstellung Wonderland verfolgte das Ziel, die ­Vernetzung innerhalb der jüngeren Generation europäischer ArchitektInnen zu fördern. Sie diente der Initiative „WONDERLAND – Architectural Network“ als Instrument zum Aufbau eines nachhaltigen, innovativen und dynamischen Netzwerks.

Die Ausgangsbasis für das Netzwerk bildete ein Pool aus 99 jungen ­Architektur-Teams aus neun euro­päischen Ländern. Diese waren aktiv in das Wanderausstellungskonzept „WONDERLAND“, das durch neun Länder tourte und aktuelle Arbeiten der Teams präsentierte, involviert. Das vitale und dynamische Netz­werk basierte auf dem Austausch praktischer Erfahrungen und auf der tatsächlichen Situation der ­Architekt­Innen. Es war folglich nicht von rein theoretischen Reflexionen etablierter Institutionen geprägt, ­sondern von den AkteurInnen selbst.

Im soziokulturellen und sozioökonomischen Kontext Europas treffen ArchitektInnen auf neue Herausfor­derungen in Hinblick auf architek­to­­nische Ausdrucksweisen, ihre ­eigene Rolle und ihre Arbeitsbedingungen. Wo liegen Übereinstimmungen, wo ­Unterschiede, welches sind gemeinsame Aufgaben und wann sind unterschiedliche Anforderungen in den verschiedenen Regionen Europas unterschiedlich zu lösen? Zu den Schlüsselprinzipien dieses Projekts gehörte es vor allem, Kooperationen zu initiieren und zu unterstützen so­wie Erfahrungen zu teilen. Das solchermaßen generierte Wissen und die Ergebnisse sollten auf möglichst breiter Basis unter den jungen Architekten und ­Interessengruppen geteilt werden.

Elemente des Networking und des Diskurses waren themenspezifische Workshops, Lectures und Open Dialogues. Zur weiteren Verfolgung und Diskussion aufbereitet, sollen diese über den initialen Projektzeitraum ­hinaus fortgesetzt werden. Die Ergebnisse wurden im finalen Tourkatalog, dem TRAVELOGUE dokumentiert, der nicht nur einen anschaulichen Überblick über die Tour und die teilnehmenden Teams gibt, sondern auch die Entwicklungen und den Aufbau des WONDERLAND-Netzwerkes reflektiert.

Als erster Baustein eines weiterführenden Mediums des Netzwerkes wurde ein „Wonderland magazine“ kreiert. Die erste Ausgabe, des in ­Kooperation mit der europäischen ­Architekturzeitschrift A10 publi­zierten Magazins war ab Mai 2006 europaweit erhältlich. Halbjährlich erscheinen weitere Ausgaben des ­„Wonderland magazine“, das sich in erster Linie mit den Bedingungen, dem „wie“ entsteht Architektur und nicht dem „was“, auseinandersetzt.

Als Teil eines langfristig an­geleg­ten Projekts generiert diese ­Initiative von „Architekten für Architekten“ und das hieraus entstandene ­„Wonderland magazine“ nachhaltige ­Aufmerksamkeit für die Anliegen der ­jungen Architektengeneration Europas bei Interessensver­einigun­gen auf nationaler und ­europäischer Ebene. Dieser direkte Austausch wird fortführend intensiviert. Wonderland fungiert auch als Impulsgeber für die Interessen von ArchitektInnen in Europa und die Umsetzung von zukunftsweisenden Rahmenbedingungen.

Dieses Projekt erhielt 2004 einen EU-Zuschuss im Rahmen einer gesonderten Ausschreibung zum Thema kulturelle Zusammenarbeit und Informationsauswertung über kulturelle Zusammenarbeit. Hierbei handelte es sich um „Pilotprojekte“ für das ­Programm KULTUR (2007–2013).



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Das Architektenteam bei der Arbeit Fotodokumentation