Best Practice Projekte
Schöne Öde/Lepa Pusca/Bella Brulla
Biotope des Schönen in einer Landschaft des Verfalls
Sparte:
Bildende Kunst
Organistor:
Universitätskulturzentrum UNIKUM (Kärnten)
Mitorganistoren:
Gornjesavski (S)
Zveza Slovenskih Kulturnih Drustev (I)
Österreichische Partner: Kraigherhaus (Kärnten)
Kunstverein Kärnten (Kärnten)
SPD (Kärnten)
Zveza Slovenskih Kulturnih Drustev (I)
Österreichische Partner: Kraigherhaus (Kärnten)
Kunstverein Kärnten (Kärnten)
SPD (Kärnten)
Dauer:
01.04.2002 - 31.01.2003
EU-Zuschuss:
80.256 Euro
Als ein Ort angewandter Kulturarbeit vereint das Universitätskulturzentrum UNIKUM an der Universität Klagenfurt künstlerische Praxis und kreative Forschung. In seinem offenen Konzept finden Ausgefallenes und Fremdes ebenso Platz wie Vertrautes und Heimisches. Das UNIKUM fühlt sich einer Kunst verbunden, die soziale Wirklichkeiten thematisiert, wobei zeitgenössische, spartenübergreifende Kunstformen eine besondere Rolle spielen. Ausdruck dieser künstlerischen Philosophie ist das KULTUR 2000-Projekt „Schöne Öde/Lepa Pusca/Bella Brulla“ mit dem Untertitel „Biotope des Schönen in einer Landschaft des Verfalls“.
Schauplätze dieses interdisziplinären Kunstprojekts waren drei ehemalige Industriestandorte im Dreiländereck zwischen Österreich, Slowenien und Italien: die Kärntner Marktgemeinde Feistritz im Rosental, die slowenische Industriestadt Jesenice und die friulanische Bergbausiedlung Cave del Predil. Gemeinsam haben diese Orte, dass ihre Geschichte und Kultur untrennbar mit den einst großen und ertragreichen Bergbau und/oder metallverarbeitenden Betrieben verbunden ist. Alle drei Orte prägt heute der Niedergang dieser Betriebe. Wirtschaftliche Probleme spiegeln sich in sozialen Spannungen ebenso wie in den teilweise devastierten Ortsbildern wider.
Ziel des Projekts war es, verborgene Reize und Attraktionen dieser scheinbar „hässlichen“ Orte mittels künstlerischer Aktionen sichtbar zu machen und damit sowohl der örtlichen Bevölkerung als auch Besuchern neue Felder der Wahrnehmung zu eröffnen. Im Mittelpunkt standen die Stärkung der regionalen Identität, der Austausch kultureller Erfahrungen und der Respekt vor dem unansehlichen als überraschend reichhaltiges ästhetisches Reservoir. In seinen großen Linien umfasste „Schöne Öde/Lepa Pusca/Bella Brulla“ sechs verschiedene Kunstprojekte, deren Aufmerksamkeit Themen galt, die alle drei Orte miteinander verbinden:
WASSER – breite Bäche – Wasserkraft – Strömung – Fluxus – künstlerische
Installationen und Reflexionen
INDUSTRIERUINEN – Verfall – „skulpturale“ Qualität – Symbolträchtigkeit – fotografische Arbeiten im öffentlichen Raum
EISENBAHN – hundertjährige Verbindungen – wirtschaftliche Verflechtungen – stillgelegte Strecken – inszenierte Reise – Roadmovie – „moving landscape“
MUSEEN – Heimatmuseen – altmodische Bescheidenheit – Neuentdeckung – Klangund
Videoinstallationen – neue Blickwinkel und Assoziationen
ALLTAGS- und WOHNKULTUR – Arbeiterunterkünfte – Schrebergärten – Häuselbauer – Formenvielfalt – ästhetische Grenzerfahrungen – Bearbeitungen alltagskultureller Elemente – Transformationen – Projektionen – Zeitgenössisches
ZWEI- und MEHRSPRACHIGKEIT – Konflikte – Sprachenvielfalt – kultureller Reichtum – künstlerisch sichtbar gemacht – Sprachlehrpfad und Wegbegleiter – schauen, lesen, nachdenken – Akzeptanz – Reaktionen.
Das Umfeld wurde als Lebens- und Gestaltungsraum gesehen, in dem künstlerische Arbeit als ästhetische Intervention wahrgenommen wurde. Verblüffende Analogien haben dabei eine kulturelle, oft verborgene, Verwandtschaft zum Ausdruck gebracht.
Schauplätze dieses interdisziplinären Kunstprojekts waren drei ehemalige Industriestandorte im Dreiländereck zwischen Österreich, Slowenien und Italien: die Kärntner Marktgemeinde Feistritz im Rosental, die slowenische Industriestadt Jesenice und die friulanische Bergbausiedlung Cave del Predil. Gemeinsam haben diese Orte, dass ihre Geschichte und Kultur untrennbar mit den einst großen und ertragreichen Bergbau und/oder metallverarbeitenden Betrieben verbunden ist. Alle drei Orte prägt heute der Niedergang dieser Betriebe. Wirtschaftliche Probleme spiegeln sich in sozialen Spannungen ebenso wie in den teilweise devastierten Ortsbildern wider.
Ziel des Projekts war es, verborgene Reize und Attraktionen dieser scheinbar „hässlichen“ Orte mittels künstlerischer Aktionen sichtbar zu machen und damit sowohl der örtlichen Bevölkerung als auch Besuchern neue Felder der Wahrnehmung zu eröffnen. Im Mittelpunkt standen die Stärkung der regionalen Identität, der Austausch kultureller Erfahrungen und der Respekt vor dem unansehlichen als überraschend reichhaltiges ästhetisches Reservoir. In seinen großen Linien umfasste „Schöne Öde/Lepa Pusca/Bella Brulla“ sechs verschiedene Kunstprojekte, deren Aufmerksamkeit Themen galt, die alle drei Orte miteinander verbinden:
WASSER – breite Bäche – Wasserkraft – Strömung – Fluxus – künstlerische
Installationen und Reflexionen
INDUSTRIERUINEN – Verfall – „skulpturale“ Qualität – Symbolträchtigkeit – fotografische Arbeiten im öffentlichen Raum
EISENBAHN – hundertjährige Verbindungen – wirtschaftliche Verflechtungen – stillgelegte Strecken – inszenierte Reise – Roadmovie – „moving landscape“
MUSEEN – Heimatmuseen – altmodische Bescheidenheit – Neuentdeckung – Klangund
Videoinstallationen – neue Blickwinkel und Assoziationen
ALLTAGS- und WOHNKULTUR – Arbeiterunterkünfte – Schrebergärten – Häuselbauer – Formenvielfalt – ästhetische Grenzerfahrungen – Bearbeitungen alltagskultureller Elemente – Transformationen – Projektionen – Zeitgenössisches
ZWEI- und MEHRSPRACHIGKEIT – Konflikte – Sprachenvielfalt – kultureller Reichtum – künstlerisch sichtbar gemacht – Sprachlehrpfad und Wegbegleiter – schauen, lesen, nachdenken – Akzeptanz – Reaktionen.
Das Umfeld wurde als Lebens- und Gestaltungsraum gesehen, in dem künstlerische Arbeit als ästhetische Intervention wahrgenommen wurde. Verblüffende Analogien haben dabei eine kulturelle, oft verborgene, Verwandtschaft zum Ausdruck gebracht.